Das östlichste Dorf

ohne Bildtitel. Foto: © Frank Gaudlitz
Foto: © Frank Gaudlitz

Palanca, östlichstes Dorf und südlichster Grenzübergang zur Ukraine, Odessa nur 58 Kilometer entfernt. An der gut ausgebauten R 30 liegen bekannte Weinlokale und Kellereien. Das Château Purcari, erhebt sich im Kontrast zu den nahen Dörfern wie ein früherer Fürstensitz. Hier sind deutsche und österreichische Touristen gern gesehen. Bald darauf in einer Senke das Zeltlager für die Ukrainer, bewacht wie eine Kaserne. Das Personal des Innenministeriums erteilt keine Betretungserlaubnis. Man solle verstehen. Ein Fehler kann den eigenen Job kosten. Flüchtlinge gibt es zurzeit hier kaum und von der Hochstraße ist der Blick viel besser.

Die Anzahl der Zelte verrät etwas von früheren Notwendigkeiten. Nachdem es zu Höchstzeiten Mitte April ca. 250.000 Ukrainer in der Moldau gab (auf knapp 3 Mio. Moldauer), schwankt die Zahl gegenwärtig zwischen 60.000 und 100.000.

Der Bürgermeister von Mykolajiw hat in einer Fernsehansprache allen Bewohnern empfohlen, die Stadt über den Winter zu verlassen. Es gibt weder Wasser, Strom noch Gas: „Gehen Sie am besten in die Republik Moldau!“

„Alle 23 Organisationen, Programme und Fonds der Vereinten Nationen in der Republik Moldau sind weiterhin voll einsatzfähig und arbeiten mit der Regierung und UNHCR zusammen, um die Flüchtlinge aus der Ukraine zu unterstützen. Wir sind beeindruckt von der Großzügigkeit und Solidarität der Bevölkerung der Republik Moldau und gleichzeitig demütig angesichts dieser Zeichen des Mitgefühls und der Menschlichkeit“

sagte Simon Springett, UN-Koordinator in der Republik Moldau.
Grenzübergang Palanca. Foto: © Frank Gaudlitz
Grenzübergang Palanca
Foto: © Frank Gaudlitz
Anlaufstelle von UNICEF in Palanca. Foto: © Frank Gaudlitz
Anlaufstelle von UNICEF in Palanca
Foto: © Frank Gaudlitz
Zeltlager. Foto: © Frank Gaudlitz
Zeltlager
Foto: © Frank Gaudlitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert